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The Lugdunum Auction 24 - Lot 006

Vom Wunsch, eine unsterbliche Aussage in Metall zu schaffen

Diese Medaille ist ein bemerkenswertes und schönes, in Bronze gegossenes Zeugnis des Wunsches eines grossen Herrschers der Renaissance, Unsterblichkeit zu erlangen und nicht nur als aussergewöhnlicher militärischer Führer, sondern auch als humanistischer Fürst von grosser Kultiviertheit und Liebe zur westlichen Kunst in Erinnerung zu bleiben.

Entdecken Sie, weshalb diese Medaille so aussergewöhnlich ist

Bewundern Sie die Medaille in Ihren Händen

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Costanzo da Ferrara (1450-1524), Maler & Medailleur
Mehmed II. (1444-1481), siebter Sultan des Osmanischen Reiches
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Die Medaille wurde 1481 vom italienischen Maler und Medailleur Costanzo da Ferrara angefertigt, zum Gedenken und in Erinnerung an den Tod eines der bedeutendsten Herrscher der Renaissance: Mehmed der II., siebter Sultan des Osmanischen Reiches. Sie ist eine von 8 Medaillen-Typen, die eigens für den Sultan von verschiedenen angesehenen italienischen Medailleuren angefertigt wurden, welche zu diesem Zweck vom Sultan persönlich in den Topkapi-Palastin in Konstantinopel eingeladen wurden. Unter diesen Varianten trägt dieser Typ das Porträt, das als eine der besten künstlerischen Leistungen des Quatrocento gilt.

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Medaille von Costanzo da Ferrara, 1481. Bronze 120 mm, 493 g.
Auf der Vorderseite ist die Büste von Mehmed II. zu sehen, gekleidet in Turban und Umhang, mit Blick nach links. Die Rückseite zeigt den Sultan hoch zu Ross, gekleidet in Turban und wertvollem Gewand, inmitten einer felsigen Landschaft mit zwei blattlosen Bäumen und einer Burg in der Ferne. Unten, auf dem Boden befindet sich die Signatur des Künstlers.

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Vom Wunsch, eine unsterbliche Aussage in Metall zu schaffen

Wie bereits erwähnt, wurde diese Medaille 1481 zum Gedenken an den Tod von Mehmed II. hergestellt, einem der bedeutendsten Sultane des Osmanischen Reiches. Er wurde 49 Jahre alt.

Im Sommer 1444 wurde Mehmed II. im Alter von nur 12 Jahren zum Sultan ernannt. Er erfuhr eine äusserst strenge Erziehung und studierte und erlerne mehrere Fremdsprachen. Sein grosses Vorbild war Alexander der Grosse. Im Alter von 21 Jahren gelang Mehmed, durch eine gewagte und kühne Idee, und mit Hilfe einer 100’000 Mann starken Armee und Kanonen, darunter eine gewaltige, 8 Meter lange Kanone, die Eroberung Konstantinopels, trotz erbittert geleistetem byzantinischen Widerstand. Konstantinopel galt als die bedeutendste und wehrhafteste Stadt jener Zeit und seit ihrer Gründung durch Konstantin den Grossen im Jahre 330 n. Chr. waren nicht weniger als 23 Belagerungsversuche erfolglos geblieben.

Die aussergewöhnlichen militärischen und politischen Leistungen von Mehmed II. gelten seither als Meilenstein sowohl in der westeuropäischen als auch in der osteuropäischen Geschichte.

Doch Mehmed II. wollte nicht nur als aussergewöhnlicher militärischer Führer, sondern auch als humanistischer Fürst von grosser Kultiviertheit und Liebe zur westlichen Kunst in Erinnerung bleiben. Diese Medaille ist deshalb ein bemerkenswertes und schönes, in Bronze gegossenes Zeugnis des Wunsches eines grossen Herrschers der Renaissance, Unsterblichkeit zu erlangen. In den Medaillen erkannte Mehmed II. das perfekte, unvergängliche Medium, um eine ewige und unsterbliche Aussage in Metall zu schaffen, die, wie die antiken Münzen aus der Zeit Alexanders des Grossen, den Lauf der Zeiten überdauern würde.

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Seltenheit

Diese Medaille ist möglicherweise eines der wenigen zeitgenössischen Original-Exemplare, von denen sich 5 Exemplare in Museen befinden.

Im Besitz eines solchen Exemplars ist das Münzkabinett in Berlin, die Bibliothèque Nationale in Paris, das British Museum in London, das Ashmolean Museum in Oxford sowie das Victoria & Albert Museum in London.

Die übrigen Exemplare, einschliesslich dieses Exemplars, die auf dem Markt zu finden sind, lassen sich unseres Wissens an einer Hand abzählen, was diese Medaille zu einer absoluten Rarität macht.

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Diese Medaille ist zusammen mit anderen Meisterwerken der Medaillenkunst Teil einer wunderschönen Sammlung französischer, italienischer und deutscher Renaissance-Medaillen, die in unserer kommenden Lugdunum-Auktion 24, welche am Donnerstag, 12. im Dezember 2024 stattfinden wird, zum Verkauf angeboten werden.