Die Lugdunum Auction 24 fand am Donnerstag, 12. Dezember 2024 in Solothurn statt.
Veranstaltungsort: Hotel H4, Schänzlistrasse 5, CH-4500 Solothurn, Schweiz
Im Zentrum und unter dem Titel «The Wisdom Collection» stand eine herausragende Sammlung von Renaissance Medaillen.
Eine kleine Auswahl von Prägungen der Schweiz und der Welt ergänzten das Angebot.
Wir haben für Sie unseren Katalog zum Durchblättern online gestellt:
ITALIAN MEDALS
Lot No. 1 – 34
FRENCH MEDALS
Lot No. 35 – 79
GERMAN MEDALS
Lot No. 80 – 95
LOW COUNTRIES MEDALS
Lot No. 96 – 98
AUSTRIAN MEDALS
Lot No. 99 – 100
Alle Lose und Beschreibungen jederzeit auf AUEX.
Hier finden Sie die erzielten Preise in Tabellenform
zum herunterladen oder zum ausdrucken.
Dieser Link führt zur Webseite von AUEX, den einzelnen Losen mit Bild, Beschreibung und Zuschlagspreis.
Die Lose können nach vorheriger Vereinbarung und bis zum 11. Dezember 2024 in unseren Räumlichkeiten in Solothurn besichtigt werden. Eine Besichtigung der Münzen & Medaillen ist während der Auktion leider nicht möglich.
Entdecken Sie die Highlights unserer Auktion in unseren Besichtigungs-Videos,
als ob Sie die Medaillen in Ihren eigenen Händen halten würden.
Hier geht es zu den Besichtigungs-Videos auf YouTube
Aus der Sammlung eines Gentleman und Kunstkenners, die wir «The Wisdom Collection» nennen, gelangen mehr als 100 Renaissance-Medaillen zur Versteigerung. Darunter befinden sich zahlreiche Seltenheiten und Meisterwerke. Seit eine so bedeutende Sammlung von Renaissance-Medaillen letztmals auf den Markt kam, sind nicht weniger als 15 Jahre vergangen. Diese Auktion bietet daher die seltene Gelegenheit, Stücke aus dieser, für die Europäische Geschichte so wegweisenden Zeitepoche zu erwerben.
Weisheit und Schönheit sind zweifelsohne das wichtigste Erbe der faszinierenden Epoche der Renaissance.
Hervorgegangen aus der Erfindung des brillanten italienischen Malers Pisanello, veranschaulichen die Medaillen der Renaissance – von Italien bis Frankreich, von Deutschland bis zu den Niederlanden – als ein in Metall gegossenes, zeitloses Echo aus der Vergangenheit, die Werte, für die der Humanismus steht.
Untrennbar mit der Kultur der europäischen Renaissance-Elite verbunden, wurden die Medaillen ebenso geschätzt und bewundert wie Porträt-Gemälde, und kein humanistischer Prinz wäre ohne eine ihm gewidmete Porträt-Medaille denkbar. Die Medaillen waren kostbare Geschenke und begehrte Zeichen der Wertschätzung. Vom Empfänger wurden sie mit Stolz gezeigt und ausgestellt. Dies erklärt auch, warum die meisten Medaillen gelocht sind.

Antonio Pisano, genannt Pisanello (1380/1395 – 1450/1455)
Johannes VIII. Palaiologos (1425-1448)
Vor fast 600 Jahren entstand in der staubigen und dunklen Werkstatt eines brillanten italienischen Malers ein Werk, welches die Geschichte der Kunst für Jahrhunderte prägen sollte.
Mehr Informationen zur Medaille von Pisano in Deutsch
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Die Dreifaltigkeits-Medaille von Hans Reinhart «dem Älteren»
(um 1500/10 – 1581)
Die grosse, in Hochrelief gegossene Silbermedaille ist nicht nur das Werk eines herausragenden Meisters, sondern auch ein sehr wertvolles diplomatisches Geschenk. Sie entstand, um zu versuchen,
einen der ersten Religionskriege zwischen Protestanten und Katholiken in Mitteleuropa zu verhindern.
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Niccolò Fiorentino (di Forzore Spinelli) (1430–1514), Medailleur
Giovanni Pico della Mirandola (1463–1494), Gelehrter, Philosoph & Humanist
Um das Jahr 1485 in Florenz hergestellt, zeigt die Medaille das Portrait eines der bedeutendsten Humanisten der Renaissance: Giovanni Pico della Mirandola. Die Medaille ist das einzige zeitgenössische Original, welches den Lauf der Zeiten überdauerte.
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Costanzo da Ferrara (1450–1524), Maler & Medailleur
Mehmed II. (1444–1481), siebter Sultan des osmanischen Reiches
Mehrere angesehene italienische Medailleure wurden vom Sultan persönlich eingeladen, um für ihn ein dauerhaftes Andenken zu schaffen. Diese Medaille ist eine von 8 Medaillen-Typen und gilt als eine der Schönsten des Quatrocento.
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Petrecino von Florenz (ca. 1450–1500), Medailleur
Borso d’Este (1450–1471), Herzog von Modena und Reggio
Diese beeindruckende Medaille aus vergoldeter Bronze wurde 1460 in Ferrara vom italienischen Medailleur Petrecino von Florenz (ca. 1450–1500) für einen ambitionierten und faszinierenden Herrscher angefertigt: Borso d’Este, Herzog von Modena und Reggio und Markgraf von Ferrara.
Diese Medaille gilt als eine der besten Arbeiten der italienischen Medaillenkunst der Renaissance und die beeindruckende Vergoldung steht in direktem Zusammenhang mit der Vorliebe der Gotik für Gold. Die Vergoldung ist bei keinem anderen bekannten Exemplar dieser Art zu finden und macht sie somit zu einer absoluten Rarität.
Maffeo Olivieri (1484–1543/1544), Medailleur
Altobello Averoldo von Brescia (1497–1532), Bischof von Pola (Kroatien)
Diese schöne Bronzemedaille wurde um 1517–1521 zum Gedenken an einen bedeutenden italienischen Politiker und römisch-katholischen Geistlichen angefertigt: Altobello Averoldo. Die Medaille gilt als eine der besten Arbeiten des Medailleurs Maffeo Olivieri aus Brescia.



